Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 05.04.2016


 

Bericht vom Leiter des Staatlichen Bauamts Schweinfurt, Holger Bothe:

 

Laut Herrn Bothe beläuft sich die Baulänge der Ortsumgehung auf 4,1 km auf einer Fahrbahnbreite von 8,50m. Die Baukosten betragen aktuell rund 11,1 Mio €. Bereits in der Vergangenheit wurde eine hohe Verkehrsbelastung in Nüdlingen gemessen und deshalb wird jetzt als nächster Schritte die Spitzenlast der Ortsdurchfahrt am Morgen und am Abend gemessen.

 

Bereits festgestellt wurde auch, dass viel Verkehr der von Bad Kissingen oder von der B286 kommt, auch in Nüdlingen direkt hängen bleibt.

Berechnungen zufolge ergibt sich für Nüdlingen durch die Ortsumgehung ein hoher Kosten/Nutzen-Faktor (3,4 =  hoher volkswirtschaftl. Nutzen).

 

Der Planungsauftrag ist mit der Gesetzgebung erteilt, deshalb beginnt der Planungsprozess wenn der Bundesverkehrs-wegeplan gesetzlich beschlossen wurde. Herr Bothe stellte folgenden Ablaufplan bis zum Gesetzesbeschluss für die Anwesenden dar:

1. Kabinett verabschiedet Bundesverkehrswegeplan 2030   -03.08.2016  grünner Hogge

2. Stellungnahmen der Straßenbauverwaltungen der Bundesländer

3. Parlamentarische Beratung

-Verkehrsausschuss Dt. Bundestag

-Plenum

4. Beschluss voraussichtlich bis Ende 2016  -02.12.2016  grünner Hogge

 

Des Weiteren wird eine Planungszeit von ca. 9,5 Jahren, also bis zum Herbst 2025 erwartet. Die reine Bauzeit beziffert er auf ca. 2 Jahre, sodass mit der Fertigstellung aller Voraussicht nach bis Herbst 2027 zu rechnen ist.

Dieser „lange Zeitraum“ begründe sich auf verschiedenste, planungsintensive Schritte. Unter anderem müsse der kommunale Verkehrsplan bedient werden, Abstimmungen mit verschiedenen Behörden getroffen werden, sowie der Umwelt- und Naturschutz beachtet werden. Bis der Planfeststellungsbeschluss von der Regierung von Unterfranken feststeht, gegen den laut Bothe auch die Klage möglich ist, muss die Behörde zudem die Raumordnung klären. Weiter muss auch ein förmlicher Antrag auf Linienbestimmung beim Bundesministerium gestellt werden und benötigte Grundstücke angekauft werden. Die Dauer dieses Prozesses sei somit von vielen äußerlichen Umständen abhängig, jedoch gibt Herr Bothe einen durchaus positiven Ausblick für die Gemeinde und für die Realisierung des Projekts im Rahmen des BVWP 2030.

 

 

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